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KRUŠNOHOŘÍ-ERZGEBIRGE-SPÄTMITTELALTERLICHE KUNST

Datum: 4.2.2021 - 18.4.2021 | Kategorie: kunst und kunsthandwerk, bildende kunst

 

Die Ausstellung wird von der Region Ústí in Zusammenarbeit mit  dem Regionalmuseum in Chomutov vom 5. Februar 2021 bis zum 18. April 2021 veranstaltet. Die Ausstellung ist das Hauptergebnis des deutsch-tschechischen Projektes Spätmittelalterliche Kunst in der Montanregion Erzgebirge, Reg.-Nr. 100289027, das aus dem Kooperationsprogramm zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014 – 2020 finanziert wird.

Die Ausstellung setzt sich zum Ziel, die Ergebnisse der tschechischen Teilprojekte sowie die Zusammenarbeit zwischen der Region Ústí und der Hochschule für Bildende Künste Dresden vorzustellen. Die gemeinsamen deutsch-tschechischen Aktivitäten sowie der Austausch von Fachkenntnissen und Erfahrungen konzentrieren sich auf die wissenschaftliche Forschung, Erhaltung und Vermittlung des Kulturerbes aus der Zeit des Spätmittelalters in der Montanregion Erzgebirge. Das Projekt entstand als eine unterstützende Aktivität der deutsch-tschechischen Bemühungen um die Eintragung der Montanregion Erzgebirge/ Krušnohoří in die  Liste des Welterbes UNESCO, die schließlich 2019 erreicht wurde. Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Kunstentwicklung  in dem sächsisch-böhmischen Grenzraum in der Zeit des größten Aufschwungs des erzgebirgischen Bergbaus. Die hiesige, bereits seit dem Mittelalter mehrfach veränderte  sächsisch-böhmische Grenze, wirkte dem intensiven Kulturaustausch nicht entgegen und war auf dem Gebiet der bildenden Kunst praktisch nicht von Bedeutung. Die kulturelle sowie wirtschaftliche Verflechtung des sächsischen und böhmischen Erzgebirgsraumes belegt so die Bedeutung eines einheitlichen Europas und  gemeinsamen europäischen Raums.  

Zu dem zentralen Symbol der gegenseitigen deutsch-tschechischen Zusammenarbeit wurde das Tondo mit der reliefartigen Darstellung einer Anna Selbdritt Gruppe aus der Sammlung des Regionalmuseums und der Galerie in Most, das an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden restauriert wurde. Das Schnitzwerk dekorierte ursprünglich den Schlussstein in der nördlichen Vorhalle der Dekanatskirche der Mariä Himmelfahrt in Most. Die Kirche selbst ist ein Bindeelement zwischen den Regionen Nordwestböhmen und dem sächsischen Erzgebirge, die ihren Aufbau finanziell unterstützten und vor allem mit zahlreichen Künstlern und Handwerkern aus dieser Region an ihrer Entstehung beteiligt waren.

Autorin und Kuratorin der Ausstellung: Jitka Šrejberová

Ausstellungsgestaltung: Pavel Koch